Hatha-Yoga

Yoga ist ein 5000 Jahre altes indisches
Übungssystem, das der
Einheit von Körper, Geist und
Seele dient.

Weise Männer, die Richis genannt werden, erhielten im Zustand der Meditation oder Trance das Wissen von der Yogalehre und den dazugehörigen Yogastellungen.
Im Laufe der Jahrtausende hat sich dieses System zur Harmonisierung und Stärkung des Menschen bewährt. Yoga ist im Hinduismus verwurzelt, ist aber keine Religion sondern eine Philosophie und Lebenseinstellung. Es gibt verschiedene Yoga- Arten und ich unterrichte Sie in Hatha- Yoga, das sich in erster Linie mit dem Körper beschäftigt. Hatha heißt Anstrengung! Über die intensive Körperarbeit wirkt man direkt auf den Geist und die Emotionen ein.

Was ist der Ausgangspunkt des Hatha- Yogas?

Das Kostbarste, was wir besitzen ist unser Gehirn mit dem Zentralnervensystem, das von der Wirbelsäule geschützt wird. Über das Nervensystem verbindet sich unser Geist mit dem Körper und der Körper mit dem Geist. Deshalb wird in der Yogapraxis besonders an der Aufrichtung der Wirbelsäule gearbeitet, damit der Energiefluss, also die Kommunikation von Körper und Geist, unterstützt und verbessert wird.
Den ganzen Tag über und auch in der Nacht verbringt unser Körper in bestimmten Haltungen, die in einem nachvollziehbarem Bezug zu dem stehen, was wir gerade tun.
Wenn wir liegen schlafen wir.
Wenn wir sitzen arbeiten wir am Computer oder nehmen eine Mahlzeit ein.
Wenn wir stehen, warten wir an der Kasse.
Die meisten unserer Haltungen nehmen wir nicht bewusst zur Kenntnis. Sie sind ein Teil von uns geworden. Sie sind verinnerlicht und werden nur dann bewusst wahrgenommen, wenn Störungen auftreten, was bedeutet, dass die Bewegungen nicht mehr so ausgeführt werden können, wie wir es eigentlich gewohnt sind.
So ist das Leben mit einer eingegipsten rechten Hand anders, wenn wir alltägliche Bewegungen ausführen und mit der linken Hand die Zähne geputzt werden. Und bei Rückenschmerzen kann das Anziehen der Schuhe zu einem Abenteuer werden.

Erst dann tritt das Bewusstsein, unser Geist
wieder in einen Dialog mit unserem Körper!

Die Yogameister und Weisen lehren Yogapositionen, die den natürlichen Bewegungsmöglichkeiten der Wirbelsäule entsprechen.
Das ist die Beugung nach Vorne und Hinten, Streckung, Verdrehung um die eigene Achse und die Seitwärtsbeugung.
Jedoch werden diese Bewegungen beim Yoga übertrieben oder über einen so langen Zeitraum ausgeführt, dass einem die natürlichen Bewegungsmöglichkeiten der WS und des Körpers wieder bewusst werden.
Oder es sind Körperhaltungen, die sich vollkommen vom alltäglichen Bewegungsrepertoire absetzen, wie zum Beispiel ein Kopfstand oder der Lotussitz. Um diese Bewegungen ausführen zu können, müssen sich Körper und Geist in einem Dialog befinden!

Hatha-Yoga
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